Im Kontext des Bauens und Renovierens spielt der Fußbodenausgleich eine entscheidende Rolle. Es geht dabei um die Korrektur unebener Untergründe, insbesondere bei Fußböden. Genauigkeit und Präzision sind hier von großer Bedeutung, da der weitere Aufbau der Bodenbeläge davon abhängt.

Definition: Was bedeutet Fußbodenausgleich?

Der Terminus Fußbodenausgleich bezeichnet in der Baubranche das Ausgleichen verschiedener Unregelmäßigkeiten auf dem Fußboden. Verwendet werden dafür spezielle Ausgleichsmassen, die nicht nur Unebenheiten korrigieren, sondern auch minimale Anpassungen an die Gegebenheiten des Raumes erlauben (etwa bei bestehenden Höhenunterschieden). Mit einem gelungenen Fußbodenausgleich werden ideale Voraussetzungen für nachfolgende Arbeiten geschaffen, wie beispielsweise die Verlegung eines neuen Bodenbelags oder das Setzen von Fliesen.1

Anwendung und Methoden des Fußbodenausgleichs

Die Anwendung eines Fußbodenausgleichs ist immer dann vonnöten, wenn der ursprüngliche Untergrund nicht eben genug ist. Oftmals sind dazu nicht einmal große Unebenheiten ausschlaggebend, sondern bereits kleine, kaum sichtbare Verwerfungen können Probleme verursachen. Derartige Mängel in der Ebenheit des Fußbodens können beispielsweise dazu führen, dass Bodenbeläge nicht richtig verlegt werden können oder nach kurzer Zeit wieder aufbrechen.
Verwendet werden für den Ausgleich sogenannte Ausgleichsmassen. Diese gibt es in unterschiedlichen Formen, von flüssigen bis hin zu festen Mixturen. Die Auswahl der passenden Masse hängt von den individuellen Gegebenheiten und dem Zustand des Untergrunds ab.2

Wie wird ein Fußbodenausgleich durchgeführt?

Die Durchführung eines Fußbodenausgleichs erfordert ein gewisses Maß an Expertise und sollte idealerweise von Fachpersonal durchgeführt werden. Grundsätzlich wird zunächst der Untergrund gründlich gereinigt und jegliche Verschmutzungen und losen Teilchen entfernt. Nachdem der Untergrund vorbereitet wurde, kann die Masse aufgetragen werden. Hierbei ist wichtig, das Material gleichmäßig zu verteilen und sicherzustellen, dass die Masse wirklich in alle Ritzen und Spalten eindringt. Nach dem Auftragen muss die Ausgleichsmasse aushärten, bevor weitere Arbeiten erfolgen können. Die Dauer der Aushärtung hängt dabei von der verwendeten Masse und den Umgebungsbedingungen ab.3

Vor- und Nachteile eines Fußbodenausgleichs

Zu den Vorteilen eines Fußbodenausgleichs zählt in erster Linie die Tatsache, dass damit ein einheitlicher und ebener Untergrund geschaffen wird, der optimale Voraussetzungen für nachfolgende Bodenbeläge bietet. Zudem kann der Fußboden so individuell auf die gegebenen Anforderungen angepasst werden. Nachteilig kann hingegen der mitunter hohe Aufwand und die Kosten für Material und Arbeit sein. Außerdem eignen sich nicht alle Böden für einen Ausgleich, sodass hier eventuell komplexe und kostspielige Sanierungsarbeiten notwendig sind.

Zusammenfassung:

  • Fußbodenausgleich ist ein essenzieller Schritt beim Renovieren oder Bauen und dient der Vorbereitung des Bodens für die anschließende Verlegung von Parkett, Teppich, Fliesen oder anderen Bodenbelägen.
  • Es wird eine spezielle Ausgleichsmasse verwendet, um Unebenheiten auszugleichen, Löcher zu füllen und eine flache, perfekt geebnete Oberfläche zu schaffen.
  • Diese Tätigkeit ist nicht nur wichtig für das Erscheinungsbild, sondern auch für die Langlebigkeit des Bodenbelags, da Unebenheiten zu vorzeitigem Verschleiß und möglichen Beschädigungen führen können.

Quellen:

  1. Vgl. https://www.obi.de/magazin/wohnen/renovieren/bodenbelaege-verlegen/ausgleichsmasse-auftragen
  2. Vgl. https://www.bauhaus.info/ratgeber/bauen-sanieren/raumboden-ausgleichen
  3. Vgl. https://www.heimhelden.de/fussboden-ausgleichen